Nordish Indoorbaseball Championship erstmals in Holm [Spielbericht des NIBC-Turniers vom 01.12.2019]

Nordish Indoorbaseball Championship erstmals in Holm [Spielbericht des NIBC-Turniers vom 01.12.2019]

Nordish Indoorbaseball Championship erstmals in Holm

Am Sonntag, den 01.12.2020, wurde das erste Turnier der jährlichen Hallenturnierreihe, dem Nordish Indoorbaseball Championship, ausgetragen. Erstmals fand das Event mit den Holm Westend 69’ers als Gastgeber statt.

Dafür wurde die Sporthalle des TSV Holm bereits am Vortag von fleißigen Helfern hergerichtet und vorbereitet, um zwei Baseballplätze für die rasante Alternativ-Form des Baseballsports in der Halle zu schaffen. Die Spieldauer ist auf nur 15 min begrenzt, es befinden sich nur sechs Verteidiger auf dem Feld, die Base-Entfernungen sind deutlich kürzer und die angreifende Mannschaft tossed sich die Bälle selbst zu. Außerdem musste der Schläger nach dem Schlag in eine Kiste abgelegt werden, bevor sich der Schlagmann auf den Weg zu ersten Base machen durfte. Gerade letzteres war für viele, auch erfahrene Baseballspieler kein leichtes Unterfangen. Dennoch konnten an diesem Turniertag einige spannende Spiel und spektakulären Spielzüge beobachtet werden.

 

Hauptrunde

Am Turniertag reisten neben den Gastgebern acht weitere Mannschaften an, wobei die kurzfristige Absage der Elmshorn Alligators vom Vortag eine spontane Umplanung des Spielmodus erforderte. Die insgesamt neun Mannschaften wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Gruppe A bestand aus den Aurich Shoreliners, den Hamburg Waterkant Boys sowie den Gastgebern, den Holm Westend 69’ers. In der Gruppe B waren die Kiel Seahawks, die Bremen Dockers und die North German Baseball Alliance (NGBA) vertreten, wobei die Gruppe C aus dem Titelverteidiger, den Minden Millers, sowie den Hamburg Stealers und Barrien Green Bears bestand. In der Hauptrunde spielte jede Mannschaft insgesamt vier Partien. Dabei wurden zwei Gruppenspiele und zwei Inter-Division-Spiele gegen ausgeloste Mannschaften aus anderen Gruppen ausgetragen.  

Die Holmer, die am Vortag gerade mal die erforderlichen sechs Spieler/innen auf der Spielerliste aufweisen konnten, konnten sich über einige spontane Zusagen freuen. So waren vor Beginn der ersten Partie insgesamt 13 Holmer der Damen- sowie der beiden Herrenmannschaften im Kader. Da sich allerdings immer nur 10 Spieler/innen pro Spiel auf dem Spielfeld und der Bank befinden durften, mussten bei jeder Partie drei Leute aussetzen. Somit war es eine logistische Meisterleistung jedem Spieler und jeder Spielerin genügend Einsätze und ausreichend Spielzeit zu gewährleisten, was Coach Kowalksi jedoch gut gelang.

In der ersten Partie standen die Holmer den Aurich Shoreliners gegenüber. Dieses Spiel konnten, die Gastgeber mit 9 zu 1 für sich entscheiden konnten und somit gut in das Turnier starten. Auch das zweite Gruppenspiel gegen die Hamburg Waterkant Boys entschieden die Holm Westend 69’ers mit einem Endstand von 5 zu 3 für sich und waren somit Sieger der Gruppe A. In der Gruppe B stand NGBA vor den Kiel Seahawks und den Bremen Dockers an erster Stelle. Die Gruppe C wurde von den Minden Millers angeführt. Die Hamburg Stealers landeten auf dem zweiten und den Barrien Green Bears auf dem dritten Platz.

Im ersten Inter-Division-Spiel standen die Holmer einem bekannten Gegner, den Kiel Seahawks gegenüber. Hier schien das Pulver auf Holmer Seite aber verschossen, denn die Seahawks punkteten gleich 19 mal. Die Westend 69’ers konnten dem nur einen einzigen Run entgegensetzen. Nach dieser schweren Niederlage stand direkt ein weiterer bekannter und hochkarätiger Gegner auf dem Spielplan. In der letzten Partie der Gruppenphase ging es gegen die Hamburg Stealers. Nach der Leistung in der letzten Partie gegen die Seahawks war auch gegen diesen Gegner nichts Gutes zu erwarten. Doch weit gefehlt, die Westend 69’ers spielten stark und unterlagen den Stealers am Ende nur knapp mit 3 zu 4.

Platz Gruppe A
Gruppe B
Gruppe C
1 Holm Westend 69’ers NGBA Minden Millers
2 Hamburg Waterkant Boys Kiel Seahawks Hamburg Stealers
3 Aurich Shoreliners Bremen Dockers Barrien Green Bears

 

Finalrunde

Als Anführer der Gruppe A mussten die Westend 69’ers in der Finalrunde gegen die beiden Ersten der Gruppe B und C antreten. Somit sahen sich die Holmer zwei weiteren starken Gegnern gegenüber. In der ersten Partie der Finalrunde ging es gegen die Minden Millers und somit dem Titelverteidiger des letzten Turniers. Auch in diesem Spiel konnten die Holmer lange mithalten und machten ihre Sache gut. Aber zum Ende des Spiels lagen die Millers knapp mit 5 zu 2 Runs vorne. Die letzte Begegnung des Turniertags für die Gastgeber erinnerte dann jedoch mehr an das Spiel gegen die Kiel Seahawks. Gegen NGBA, die das Turnier letztendlich auch für sich entscheiden sollten, konnten die Westend 69’ers nichts ausrichten. Das Spiel ging deutlich mit 0 zu 17 verloren. Das letzte Spiel des Tages wurde zwischen den beiden stärksten Teams des Turniers ausgetragen. Dieses Spiel konnten NGBA knapp gegen die Minden Millers gewinnen und somit auch das Turnier als Erste beenden.    

Platz Team Win Loss
1 NGBA 6 0
2 Minden Millers 5 1
3 Holm Westend 69’ers 2 4
4 Hamburg Stealers 4 2
5 Kiel Seahawks 4 2
6 Hamburg Waterkant Boys 1 5
7 Bremen Dockers 4 2
8 Barrien Green Bears 2 4
9 Aurich Shoreliners 0 6

Fazit des Turniers

Das NIBC-Turnier, das erstmalig in Holm ausgerichtet wurde, war ein voller Erfolg. Wenn auch nicht für die Gastgeber, die zwar auf dem dritten Tabellenplatz landeten, jedoch nur zwei der sechs Spiele für sich entscheiden konnten. Dennoch hatten alle Spaß. Es wurden faire und spannende Spiele ausgetragen. Was will man mehr an einem kalten, nebligen Wintertag, an dem der Baseballhandschuh normalerweise im Schrank bleiben würde. So lässt sich die Winterpause und der Entzug vom Baseballsport doch gut überbrücken.

 

Das nächste NIBC-Turnier findet am 05. Januar im neuen Jahr bei den Minden Millers statt. Die weiteren Termine sind:

So., 12.01.2020 bei den Hamburg Stealers

So., 16.02.2020 bei den Barrien Green Bears

 

69’ers Damen werden Meister 2019 [Spielbericht Final 6 vom 22.09.2019]

69’ers Damen werden Meister 2019 [Spielbericht Final 6 vom 22.09.2019]

Krimiwochenende in Berlin endet mit Titel und mehreren Auszeichnungen

Der Spielbericht kommt mit etwas Verspätung, aber die Ereignisse und vor allem die Leistung der Westend 69’ers Damen in Berlin auf dem Verbandsliga Final 6-Turnier mussten erstmal gebührend verarbeitet werden.

Am Freitag, den 20. September, reisten 13 Spielerinnen der Westend 69’ers zusammen mit ihrem Coach Tobias Hitzemann nach Berlin Charlottenburg. Dabei brachten sie ihre eigene Fankurve in Form von drei Spielern der ersten Herren direkt mit. Die drei Holmer „Hooligans“ waren aber nicht nur zum Zuschauen, Fotos machen und Anfeuern dabei, sondern unterstützten Coach Hitzemann auch beim Base-Coaching. Die Westend 69’ers galten neben den Gastgebern, den SCC Berlin Challengers, als Titelfavoriten in diesem Turnier. Aber eine eindeutige Angelegenheit sollte nichts an diesem Wochenende werden. Das gesamte Turnier war an Spannung kaum zu übertreffen.

 

Spieltag 1 – Gruppenphase

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Übernachtung in einem von Berlins scheinbar exklusivsten Hotels, machten sich die 69’ers am Samstag-Morgen (21.09.) auf den Weg zur Hans-Rosenthal-Sportanlage der SCC Berlin Challengers, wo an diesem Tag die Gruppenspiele ausgetragen wurden. Die Gruppe A bestand aus den SCC Berlin Challengers, den Potsdam Porcupines sowie der Spielgemeinschaft aus den Bremen Dockers und Dohren Wild Farmers. In Gruppe B waren die Westend 69’ers, Hamburg Knights II und Berlin Ravens vertreten.

Gruppen-Spiel 1 vs. Hamburg Knights II

Hochmotiviert bereiteten sich die Spielerinnen auf einen bekannten Gegner und Rivalen vor. In der ersten Begegnung des Tages ging es gegen die zweite Mannschaft der Hamburg Knights.

Sonja Barz begann das Spiel als Starting-Pitcherin für die 69’ers und hielt zusammen mit der Verteidigung hinter sich die Hamburger Offensive von Anfang an in Schach. Lediglich zwei Ritterinnen konnten die Bases während der ersten drei Innings umrunden. Auf der anderen Seite legten die 69’ers in der Offensive von Anfang an richtig los und punkteten im gleichen Zeitraum insgesamt elf mal. Zum vierten Inning ersetzte Coach Hitzemann Sonja durch Pia Hitzemann auf dem Pitching Circle. Diese hatte jedoch zunächst etwas Probleme die Zone zu finden und auch die Knights schienen nun offensiv im Spiel angekommen zu sein. Dabei schlichen sich leider auch einige Errors im Feld ein. So erzielten die Hamburgerinnen insgesamt sieben Runs in den drei darauffolgenden Innings, wobei die 69‘ers nur mit einem Run kontern konnten. Plötzlich war das Spiel mit einem Spielstand von 12:9 gar nicht mehr so eindeutig. Aber die Holmerinnen behielten die Nerven, brachten die Führung sicher über die Ziellinie und fuhren somit den ersten Sieg ein. 

Team 1 2 3 4 5 6 R H E
Knights 2 0 0 3 3 1 9 10 6
Westend 69’ers 3 4 4 0 1 12 10 5

WP: P. Hitzemann LP: N. Finger

Gruppen-Spiel 2 vs. Berlin Ravens

Direkt darauf folgte die zweite Gruppen-Partie gegen die Berlin Ravens, einem bislang unbekannten Gegner. Diese hatten zuvor ihre erste Partie gegen die Knights mit 4:12 verloren. Viele rechneten wohl mit einer klaren Geschichte, aber was sich im Laufe der Begegnung abspielte, kann definitiv als wahrer Softball-Krimi bezeichnet werden.

Als Heimmannschaft mussten die Westend 69’ers erneut zuerst in die Verteidigung. In diesem Spiel entschied sich Coach Hitzemann für May-Britt Sörensen als Starting-Pitcherin. Diese machte ihren Job gut. Die Ravens starteten allerdings stark in die Partie, nachdem sie sich zuvor ausruhen und auf die Begegnung vorbereiten konnten. So umrundeten gleich sechs Berlinerinnen die Bases in den ersten drei Innings. Die Holmer Offensive erschien in den ersten beiden Spielabschnitten jedoch noch etwas geschwächt und konnte nur einen Runs erzielen.

Im dritten Inning schienen die 69’ers Bats dann endlich erwacht zu sein, sodass zum Ende des Halbinnings vier Holmerinnen die Homeplate sicher erreichten. Im vierten Spielabschnitt punkteten sowohl die Berlinerinnen als auch die 69‘ers zweimal, sodass die Ravens mit einer 8:7-Führung knapp die Nase vorn behielten. Coach Hitzemann wechselte im fünften Inning die Pitcherin und entschied sich erneut für Sonja Barz, die das Spiel in Reichweite halten sollte. Obwohl die Raves weiterhin Druck machten, konnte lediglich eine Berlinerin durch einen Wildpitch die Homeplate erreichen. Die starke Holmer Defensive erzielte bei Bases Loaded das ersehnte dritte Aus, bevor die Ravens weitere Runs nach Hause bringen konnten. Davon beflügelt konnten die 69’ers das Spiel darauf ausgleichen. Bei einem Spielstand von 9:9 ging nun der Softball-Krimi los, in dem die Defensive und vor allem das Pitching dominierte. Im sechsten Inning konnten keine der beiden Teams punkten, auch wenn auf beiden Seiten damit gedroht wrude. Auch im siebten Inning stand die Holmer Defensive um Pitcherin Sonja Barz felsenfest und ließ keinen Run zu. In der unteren Hälfte des siebten Spielabschnitts schaffte May-Britt Sörensens dann bei Bases Loaded und zwei Outs den Befreiungsschlag, als sie einen Wurf der Berliner Pitcherin in einen Walk-Off Single verwandelte.

Die Westend 69’ers gewannen auch die zweite Partie des Tages mit einem Endergebnis von 10:9 gegen die sehr stark auftretenden Berlin Ravens. Beide Mannschaften hätten einen Sieg in diesem ausgeglichen und unglaublich spannenden Spiel verdient. Aber am Ende behielten die Holmerinnen die Nase vorn, sodass sie die den ersten Spieltag als Gruppenerste in der Gruppe B beendeten.

Team 1 2 3 4 5 6 7 R H E
Ravens 2 1 3 2 1 0 0 9 7 3
Westend 69’ers 0 1 4 2 2 0 1 10 11 6

WP: S. Barz LP: R. Hoenicke

Spieltag 2 – K.O.-Runde

Nachdem der Abend mit einem leckeren Essen beim örtlichen Italiener des Vertrauens ruhig ausgeklungen ist, ging es am nächsten Tag in die heiße Phase des Turniers. Wer dachte, dass das Spiel vom Vortrag gegen die Ravens an Spannung nicht zu überbieten wäre, der würde an diesem Spieltag sein blaues Wunder erleben.

Playoff-Spiel 1 vs. SCC Berlin Challengers

In der ersten Begegnung des Tages standen die Westend 69’ers Damen als Gruppensieger B den SCC Berlin Challengers und damit dem Sieger der Gruppe A gegenüber. Wer dieses Playoff-Spiel für sich entscheiden konnte, zog direkt in das Finale des Turniers ein. Der Verlierer musste gegen den Sieger des parallel laufenden Playoff-Spiels zwischen den jeweils Gruppenzweiten, den Hamburg Knights und der SG Bremen/Dohren, antreten musste. Dieses Spiel entschied die SG mit 12:5 für sich.

Dieses Mal durften die Holmer als Gastmannschaft zuerst an den Schlag und legten direkt drei Runs vor. Nachdem in der Defensive um Starting-Pitcherin May-Britt Sörensen im ersten Inning keine Runs zugelassen wurden, machte es zunächst den Eindruck als hätten die 69’ers die Oberhand. Allerdings schien das Offensiv-Pulver auf Seiten der Holmerinnen verschossen zu sein, da in den folgenden drei Innings nichts mehr ging. Die Berlinerinnen hingegen wandelten die präzisen Pitches von Sörensen in satte Hits um und punkteten nach und nach, sodass nach vier gespielten Innings ein Gleichstand von 3:3 auf dem Scoreboard zu verbuchen war.

Im fünften Inning konnten die 69’ers auf einen Triple von Isabell Meeder und einen RBI-Single von Anja Templin wieder knapp in Führung gehen. Die Berliner kamen jedoch direkt zurück und erzielten den Ausgleich bevor die Holmer bei Bases Loaded das dritte Aus erspielten. Inzwischen stand erneut Sonja Barz für die Westend 69’ers im Pitching Circle. Im sechsten Spielabschnitt konnten die Challengers mit einer Baserunnerin auf der dritten Base durch einen seltenen Wildpitch von Barz punkten. In der oberen Hälfte des siebten Innings taten es ihnen die 69’ers gleich und glichen, ebenfalls auf einen Wildpitch, aus. Bei einem Spielstand von 5:5 hatten die Berlinerinnen im siebten Inning nun die Möglichkeit sich den direkten Finaleinzug zu sichern, schafften dies jedoch nicht.

Somit ging das Spiel in die Verlängerung, Extra-Innings. Leider wurde die Holmer Offensive in Schach gehalten, sodass die Challengers in der unteren Hälfte des achten Innings erneut die Möglichkeit hatten, das Spiel per Walk-Off zu entscheiden. Und das taten sie dieses Mal auch, allerdings nicht mit einen Hit, sondern einen Wildpitch, der es den Berlinerinnern ermöglichten den 6. Run zum Sieg zu erzielen. Somit ging die Partie knapp mit 5:6 verloren.

Die Gastgeber des Turniers zogen direkt in das Finale ein, wobei die Westend 69’ers in einem weiteren Playoff-Spiel gegen die SG Bremen/Dohren um den Finaleinzug kämpfen mussten.

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 R H E
Westend 69’ers 3 0 0 0 1 0 1 0 5 9 6
Challengers 0 1 2 0 1 1 0 1 6 8 3

WP: R. Neuber LP: S. Barz

Playoff-Spiel 2 vs. SG Bremen/Dohren

Die Spielgemeinschaft der Bremen Dockers und Dohren Wild Farmes hatte zuvor eindeutig gegen die Hamburg Knights gewonnen und konnte somit weiter um den Einzug ins Finale mitspielen. Die SG hatte eine etwas längere Pause als die Holmerinnen und dies schien auszureichen, um deutlich frischer in die zweite Partie des Tages zu starten.

Nach drei-ein-halb gespielten Innings führte die SG mit 9:1 Runs gegen die 69‘ers, die aufgrund des vorherigen Extra-Innings-Spiels müde erschienen. Im Dugout der Holmer waren leise Stimmen zu hören, dass man so immerhin nicht allzu spät nach Hause kommen würde. Darauf holte Coach Hitzemann sein Team zwischen den Innings zu sich und hielt eine motivierende Ansprache.

Was auch immer er zu seinen Mädels sagte, es schien etwas bewirkt zu haben. Die Offensive erwachte und erzielte zwei, vier und drei Runs in den drei folgenden Schlagdurchgängen. In der Defensive wurde erneut Sonja Barz als Pitcherin eingewechselt, die bis zu diesem Zeitpunkt auf der Bank saß und für einen potentiellen Einsatz im Finale geschont werden sollte. Da ein Final-Einzug im vierten Spielabschnitt jedoch in weite Ferne gerückt war, entschied sich Coach Hitzemann alles auf eine Kappe zu setzen und wechselte seine beste Pitcherin ein. Diese Entscheidung zahlte sich aus, da die Offensive in den folgenden Innings der SG lediglich ein weiteres Mal punkten konnte. Die Bilanz nach sechs gespielten Innings, 10:10 Ausgleich. Das Finale war plötzlich wieder drin und so spielten die 69’ers auch. Aber auch die SG Bremen/Dohren hatte noch nicht die Flinte ins Korn geschmissen.

Ein vor ein paar Innings scheinbar entschiedenes Spiel entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Duell. Zusammen mit dem zweiten Spiel des Vortags nun der dritte Krimi in Folge. Da konnte keiner mehr ruhig sitzen bleiben. Beide Defensiven ließen im siebten Inning nichts zu. Somit hieß es zum zweiten Mal in Folge Extra-Innings für die Westend 69’ers. Dieses Mal sollte das Ergebnis aber ein anderes sein. In der oberen Hälfte des 8. Innings machte Sonja Barz und die Defensive hinter ihr kurzen Prozess, nach drei Schlagleuten war das Inning vorbei, „three up, three down“.

Nachdem die Holmerinnen das vorherige Spiel mit einem Walk-Off verloren hatten, waren nun sie an der Reihe. Dieses Mal war es Daniela Gorny, die den entscheidenden Run durch einen RBI-Single erzielte und somit die Sensation perfekt machte. Das Endergebnis lautete 11:10 zugunsten der Holm Westend 69’ers, wodurch nun die Revanche gegen die SCC Berlin Challengers im Finale bevorstand.

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 R H E
Dockers/Wild Farmers 4 3 0 2 0 1 0 0 10 10 4
Westend 69’ers 1 0 0 2 4 3 0 1 11 8 7

WP: S. Barz LP: M. Wedemeyer

Finale vs. SCC Berlin Challengers

Für die Westend 69’ers Damen stand das dritte Spiel in Folge auf dem Plan, wogegen die SCC Berlin Challengers ausgeruht und erholt in das Finalspiel starten konnten. Aufgrund dieser Tatsache war wohl Berlin im Vorhinein als Favorit auf den Titel anzusehen.

Doch die 69‘ers hatten den toten Punkt längst überwunden und punkteten gleich vier Mal im ersten Inning. Auch die Berlinerinnen legten von Anfang an los und glichen mit vier Runs direkt wieder aus. Bis zum vierten Inning handelte es sich um ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe, in dem sich beide Teams in Nichts nachstanden.

In der unteren Hälfte des vierten Spielabschnitts konnten die Challengers zweimal punkten und mit 7:6 Runs in Führung gehen bevor die Staring-Pitcherin May-Britt Sörensen durch Sonja Barz ersetzt wurde. Somit pitchte sie in jedem der fünf gespielten Begegnungen. War davon etwas zu merken? Nein, eindeutig nicht! Sonja hatte Blut gelegt und wollte das Ding jetzt zu Ende schaukeln. Mit einer starken Verteidigung hinter sich, ließ sie keine weiteren Runs mehr zu, wogegen die 69’ers in der Offensive noch einmal ordentlich aufdrehten und insgesamt sechs Runs in den letzten drei Innings erzielten. Im siebten Inning stand es 12:7 zugunsten der Westend 69’ers.

Aber kampflos wollten sich die Challengers nicht geschlagen geben und bäumten sich ein letztes Mal auf. Mit zwei Baserunnerinnen und zwei Aus, schlug die vermeintlich letzte Berliner Schlagfrau einen schwachen Pop-Up zwischen Pitcherin Sonja Barz und Shortstop Anja Templin. Was zunächst wie ein Hit aussah, wurde das dritte Aus des Innings und somit das finale Aus des Turniers. Anja Templin hechtete mit einem Diving-Catch zum Ball und fing ihn kurz bevor dieser den Boden berührte. Ballgame, die Westend 69’ers gewinnen das Finale mit 12:7.

Team 1 2 3 4 5 6 7 R H E
Westend 69’ers 4 2 0 0 2 2 2 12 15 3
Challengers 4 0 1 2 0 0 0 7 7 5

WP: S. Barz LP: M. Sander

Die Holm Westend 69’ers sind Norddeutscher Softball-Meister der Verbände Schleswig-Holstein/Hamburg, Niedersachen und Berlin/Brandenburg

Nachdem die Plätze 2 bis 5 bekannt gegeben und die Pokale sowie Medaillen verteilt worden waren, wurden die Holm Westend 69’ers zum Norddeutschen Softball-Meister gekührt.

Aber die Übergabe des Meisterschafts-Pokals war nicht die einzige Ehrung, die an diesem Tag nach Holm gehen sollte. Im Anschluss an die Siegerehrung wurden einzelne Spielerinnen für herausragende Leistungen geehrt. Sonja Barz, die zur besten Pitcherin sowie zur besten Spielerin (MVP) des Turniers gekürt wurde, wurde verdientermaßen gleich zweimal geehrt. Der Award der besten Schlagfrau des Turniers ging an Helena Kautz von den SCC Berlin Challengers. Zum Abschluss wurde noch die beste Spielerin des Jahres gekürt. Diese Auszeichnung ging an Anja Templin und somit auch nach Holm zu den Westend 69‘ers.

Herzlichen Glückwunsch an die drei Spielerinnen!

Platz Team Win Loss
1 Holm Westend 69’ers 4 1
2 SCC Berlin Challengers 3 1
3 SG Dockers/Wild Farmes 2 2
4 Hamburg Knights 1 2
5 Berlin Ravens 1 2
6 Potsdam Procupines 0 3

Fazit des Turniers

Es ist nicht einfach die Leistung der Westend 69’ers Damen auf diesem Turnier, aber auch während der gesamten Saison 2019, kurz und bündig zusammenzufassen. Fakt ist, dass der Titelgewinn beim Verbandsliga Final 6-Turnier als Höhepunkt einer insgesamt erfolgreichen Saison für den gesamten Verein der Holm Westend 69’ers anzusehen ist. Nachdem die erste Mannschaft der Herren zuvor die beste Bilanz der Vereinsgeschichte in der zweiten Bundesliga Nord verbuchen konnte, stellten sich die Damen mit der Verbandsliga-Meisterschaft im S/HBSV und nun mit der Meisterschaft im Final 6-Turnier ganz oben an. Was für eine Saison!

Die Damen haben an diesem Wochenende ein eisernen Siegeswillen, eine sportliche Höchstleistung und eine moralische Stärke gezeigt, die man nur bewundern kann. Jede Spielerin trug zu diesem Erfolg bei, es war eine unglaubliche Teamleistung! Auch, wenn man weit zurücklag, steckten die Holmerinnen nicht die Köpfe in den Sand, sondern behielten die Nerven und kämpften sich zurück ins Spiel. „Unfassbar, was für eine Teamleistung. Die mentale Stärke von einem 1:9-Rückstand zurückzukommen und das Spiel zu gewinnen muss man erstmal aufbringen“ sagte einer der drei mitgereisten Fans/Base-Coaches, Max Müller, nach dem Sieg gegen die SG Bremen Dockers/Dohren Wild Farmers. „Ich bin froh, dass ich dabei war und das miterleben durfte“ sagte auch sein Kollege Johannes Klinke nach dem Finale. Auch Coach Tobias Hitzemann war stolz auf die Leistung seiner Mädels und ließ die feierliche Wasserdusche während der Pokal-Übergabe nur zu gerne über sich ergehen.

69’ers H1 vs. Hamburg Marines [Spielbericht vom 17.08.2019]

69’ers H1 vs. Hamburg Marines [Spielbericht vom 17.08.2019]

69’ers H1 verpassen Chance auf „geschichtsträchtige“ Bilanz im letzten Auswärts-Heimspiel!

Am Samstag, den 17.08., empfing die erste Mannschaft der Westend 69’ers die Hamburg Marines zum (hoffentlich) letzten Auswärts-Heimspiel im EBE Ballpark der Elmshorn Aligators.

In den letzten Jahren konnten die 69’ers ihre Heimspiele in der zweiten Baseball-Bundesliga Nord nicht im heimischen Ballpark in Holm austragen, da der Platz die Voraussetzungen für den Spielbetrieb auf dem zweithöchsten Spielniveau in Deutschland nicht erfüllte. So fand man in Elmshorn Asyl. Nach mehreren Jahren und unermüdlicher Anstrengung des Vorstands der Baseball-Abteilung des TSV Holm ist es nun endlich soweit, im kommenden Monat soll der Bau des neuen Bundesliga-tauglichen Baseballplatzes in Holm beginnen. So können die 69’ers ihre Heimspiele in der kommenden Saison endlich wieder zuhause in Holm austragen. Die Vorfreude ist groß.

Aber noch das ist Zukunfts-Musik. Den aktuellen Spieltag galt es in Elmshorn zu bestreiten und man wollte einen entsprechenden Eindruck beim letzten Auftritt im EBE Ballpark hinterlassen. Nach zwei souveränen Siegen in der vorherigen Woche gegen den Titelaspiranten, den Hamburg Stealers II, hofften die 69’ers gegen das Tabellenschlusslicht, den Hamburg Marines, eine ähnlich starke Leistung abrufen zu können. Zwei Siege würden die Chancen auf den zweiten Tabellenplatz erhöhen und den Abstand zu den direkten Verfolgern, die Hamburg Knights, vergrößern. Außerdem würden sich die Holmer mit 16 Siegen eine positive Saison-Bilanz sichern, was zugleich eine Steigerung zum Vorjahr und ein neue Bestleistung der 69’ers in der zweiten Bundesliga Nord bedeuten würde.

Spiel 1

Entsprechend motiviert ging man an die erste Begegnung des Tages. Frank Röpke, der zuvor einige Spiele verletzungsbedingt aussetzen musste, begann die erste Partie als Starting-Pitcher auf dem Wurfhügel. Dieser ließ keine Zweifel aufkommen, dass seine Verletzungen seine Leistung noch beeinflussen würden und machte seinen Job von Anfang an gut. Nichtsdestotrotz konnten sich die Marines früh auf seine Pitches einstellen. Mit nicht zu verlieren, spielten diese von Anfang an unbeschwert und erzielten drei Runs im ersten Spielabschnitt. Die Holmer hatten jedoch ihre Schwierigkeiten mit Erol Reis, dem Starting-Pitcher der Gäste, und konnten lediglich einmal punkten.

Das zweite Inning war von einer starken Defensive geprägt, so hieß es auf beiden Seiten „three up, three down“.

Die Gäste aus Bergedorf knüpften im dritten Inning einen weiteren Run an, sodass sich die 69’ers mit einem Rückstand von 1:4 konfrontiert sahen. Reis hatte im folgenden Halbinning einige Probleme die Strike Zone zu treffen, wodurch insgesamt fünf Holmer Schlagleute durch Walks auf die erste Base vorrücken konnten. Aber auch am Schlag schien der Knoten nun endlich geplatzt zu sein. Tobias König, Benjamin Köhler und Johannes Klinke verwandelten die Würfe von Reis in satte Hits. So konnten am Ende des dritten Innings insgesamt fünf Holmer Schlagleute die Bases umrunden, sodass die 69’ers mit einem Spielstand von 6:4 vorne lagen.

Doch die Marines antworteten postwendend im vierten Inning und legten vier Runs nach. Erstaunlicherweise schien dies der letzte Sargnagel für die Moral der Holmer zu sein. Obwohl noch über die Hälfte des Spiels zu spielen war, war scheinbar die Luft raus. In der Offensive ging nichts mehr, nur noch vereinzelte Hits und einige Baserunning-Fehler bremsten jede potentielle Aufholjagd. Mit Tobias Koenig konnte lediglich ein weiterer Holmer Schlagmann im sechsten Spielabschnitt die Bases umrunden. Im fünften Inning wechselte Coach Opitz in der Defensive von Frank Röpke auf Routinier Max Müller. Aber auch dessen genaue Würfe konnten die Gäste aus Bergedorf in sichere Hits umwandeln. Unterstützt wurden die Marines dabei auch durch zahlreiche Fehler der Holmer Verteidigung. Ein defensives Highlight gilt es jedoch zu erwähnen: Nach einem Strike Out durch Pitcher Max Müller, warf Catcher Dennis Röpke den Ball zu Shortstop Tobias Koenig am zweiten Base, wo so der Leftfielder der Marines Souffron bei einem Steal-Versuch erwischt werden konnte. „Strike-em-out, throw-em-out“-Double play! Leider verletzte sich Souffron jedoch dabei bei einem Slide-Versuch am rechten Ellbogen, blieb liegen und musste durch einen Notarzt abtransportiert werden. Die Diagnose lautet: ausgekugelter Ellbogen. Die 69’ers wünschen ihm eine gute Besserung und schnelle Genesung!

Am Endergebnis änderte dies jedoch nichts mehr. Mit einem Spielstand von 7 zu 13 ging das erste Spiel verloren. Nicht der erhoffte Ausgang auf Seiten der 69‘ers, aber nun galt es sich am Riemen zu reißen und die zweite Partie für sich zu entscheiden.

Spiel 2

Die Mannschaft der Gastgeber, die in der zweiten Begegnung des Tages auf dem Platz stand, schien wie ausgewechselt und erinnerte doch eher an die des vorherigen Wochenendes gegen die Stealers.

Mit Marvin Kilic als Starting-Pitcher auf dem Wurfhügel konnten die Marines nur wenig anfangen. Dieser zeigte, wie bereits gegen die Stealers, eine hervorragende Leistung, sodass die Gäste aus Bergedorf erst im fünften Spielabschnitt einen Run erzielen konnten. Die Verteidigung der 69’ers stand felsenfest hinter ihm und erlaubte sich in der gesamten Partie nur einen einzigen Error.

Aber auch die Marines ließen anfangs in der Defensive nichts anbrennen und hielten lange mit. Erst im vierten Inning konnten die Holmer punkten. Tobias Koenig konnte die Homeplate durch einen RBI-Single von Sascha Barz sicher erreichen. In den folgenden zwei Innings konnten jeweils zwei weitere Runs bedingt durch schöne Hits von Tobias Koenig, Dennis Röpke, Benjamin Köhler und Johannes Klinke sowie einigen Base On Balls angeknüpft werden.

So konnte man auf Seiten der 69’ers mit einer 5:1-Führung in die Verteidigung des siebten und somit letzten Innings starten. Die Marines bäumten sich noch ein letztes Mal auf und brachten zwei Schlagleute nach Hause. Mit einem Spielstand von 5 zu 3 zugunsten der 69’ers und zwei Runnern auf den Bases behielten die Holmer jedoch die Nerven. Ein schwach geschlagener Ball zu Thirdbaseman Benjamin Köhler, der diesen sicher an die erste Base warf, beende die Partie. 

Fazit

Auch, wenn sich Coach Opitz mehr erhofft hatte, konnte er sich mit einem Split am Ende des Tages zufrieden zeigen: „In dem ersten Spiel hat wenig gestimmt, wodurch die Partie verdient verloren ging. Dennoch behielten wir die Nerven, spielten in der zweiten Begegnung souverän und holten uns einen Sieg.“ Die Bilanz von der vorherigen Saison ist nun mit 15 Siegen eingestellt. Es bleiben drei weitere Begegnungen gegen die zweite Mannschaft der Hamburg Stealers, um sich endgültig auf dem dritten Tabellenplatz festzusetzen und „Holmer Geschichte“ zu schreiben. Coach Opitz und auch Abteilungsleiter Andre Schriever, der sich am Ende der zweiten Partie nochmal an die Mannschaft wandte, sind zuversichtlich, dass sich die 69’ers in die richtige Richtung entwickeln und in Zukunft weit oben in der zweiten Bundesliga Nord mitspielen können.

Dies können die Spieler der H1 gleich am nächsten Wochenende unter Beweis stellen. Der nächste Spieltag findet am Samstag, den 24.08., im Ballpark Langenhorst gegen die Hamburg Stealers II statt. Ab 12 Uhr heißt es dann wieder „Play Ball“.

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Marines 3 0 1 4 2 0 1 2 0 13 12 1
Holm 1 0 5 0 0 1 0 0 0 7 10 6

LP: F. Röpke WP: Reis S: Tiralla

F. Röpke auf D.Röpke, 1B O. Ahlemann, 2B Kilic, 3B Köhler, SS Koenig, LF Klinke, CF Müller, RF Barz, DH Ohl

Holm Westend 69’ers
F. Röpke 4IP, 6ER, 7H, 3K, 5BB, 3WP
Koenig 2-4, 2B, 2R, SH
Köhler 2-3, 1RBI, 1R, 2BB

 

Team 1 2 3 4 5 6 7 R H E
Marines 0 0 0 0 1 0 2 3 8 3
Holm 0 0 0 1 2 2 5 7 1

WP: Kilic, LP: Drews

Kilic auf D. Röpke, 1B Klinke, 2B F. Röpke, 3B Köhler, SS Koenig, LF Frels (Ohl), CF E. Ahlemann (Müller), RF Barz

Westend 69’ers
Kilic 7IP, 3ER, 9H, 7K, 2BB, 1WP
D. Röpke 1-4, 2RBI, 1R, SB
Koenig 1-4, 2B, 1RBI, 2R, SB