Eigenleistung – es geht weiter

Eigenleistung – es geht weiter

Der Traum lebt!

Endlich kam wieder Bewegung in den Platzbau!

Trotz des Frust der letzten beiden „verlorenen“ Jahre ist der Traum noch am Leben und die die Abteilung intakt!

Die Verzögerung der Baugenehmigung verzögete nicht nur die Fertigstellung, sondern verteuerte das gesamte Projekt signifikant. Die Baubranche boomt und entsprechent verteuert sich alles rasant!

Dennoch gelang es der Abteilung die Finanzierungslücke zu schließen, ohne dem Hauptverein neue Kosten aufzubürden. Durch Beantragung neuer Fördermittel, Spenden, Darlehen aus eigenen Reihen und einer Beitragserhöhung kommen die benötigten Mittel zusammen.

Ein weiterer Faktor um das Budget zu reduzieren sind die Eigenleistungen. Man legt selber Hand an und hilft mit der eigenen Muskelkraft. So ein Arbeitseinsatz stand nun wieder an. Da die Baustelle sehr lange brach lag, hat die heimische Flora sich Teile zurück erobert. Die Entsorgung der Biomasse durch ein Bauunternehmen wäre aufwendig und teuer. Also machen es die Soft- und Baseballer eben selber!

Als das Platzbau-Team also zur Eigenleistung aufrief, ließ die Abteilung sich nicht Lumpen. Über 20 Leute nutzen den hoffentlich nicht letzten lauen Sommerabend und zupfte was das Zeug hielt. Berge von Unkraut wurden so entfernt, die eingesparten Kosten schonen das Budget.

Ein Dank an alle Helferinnen und Helfer! Der Traum lebt!

Kein Kunstrasen in Holm

Kein Kunstrasen in Holm

Am 13. August 2019, 19:30 Uhr findet im Sportlerhaus des TSV Holm eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Zustimmung der Mitglieder für die Zwischenfinanzierung von Zuschüssen seitens des Kreissportverbandes und des Landessportverbandes.

Im Vorwege und zur Ankündigung dieser Versammlung erschien am 03. August im Wedel-Schulauer Tageblatt ein Artikel, in dem über einen Kunstrasenplatz berichtet wurde.

Wir möchten, da uns von vielen Seiten zu Ohren gekommen ist, dass hier im Dorf sehr viel darüber diskutiert wird, schon im Vorwege der Versammlung klarstellen, dass es keinen Kunstrasenplatz geben wird.

Schon in der Vorplanung vor rund 5 Jahren haben wir, das Projektteam, uns mit dem Thema Kunstrasen und Naturrasen befasst und schnell festgestellt, dass neben den Vorteilen eines Kunstrasenplatz auch viele Nachteile entstehen. Nebenkosten, Folgekosten, Arbeitsaufwand sind hier nur drei Stichworte, die schnell dazu geführt haben, dass wir hiervon Abstand genommen haben. Aber auch die besondere Lage unserer Sportanlage zum Naturschutzgebiet „Holmer Sandberge“ hat uns von Anfang an zu Gegnern von Kunstrasen werden lassen. Des Weiteren ist der TSV Holm mit zwei ligatauglichen Fußballplätzen sowie einer Kleinfeld-Trainingsfläche sowie demnächst hoffentlich mit einem neuen Sportfläche von rund 9.000 qm bestens ausgestattet, um den nutzenden Außensportarten ihren Sport zu ermöglichen.

Die aktuelle Berichterstattung über Kunstrasenplätze, die die Nachhaltigkeit durch das Mikroplastik in Form des zum Teil verwendeten Granulats in Frage stellt, bekräftigt uns in dieser bereits in der frühen Planung getroffenen Entscheidung.

Ein weiterer Aspekt, der für uns eine Rolle spielt, ist der, dass wir zwar verstehen, dass jede Sportlerin und jeder Sportler auf dem perfekten Rasen spielen möchte, aber wir finden, dass das auch den Sport kaputt macht. Gehört nicht irgendwie die Rasenkante, die Kuhle vom im Baseball letzten Slide, im Fußball von der letzten Grätsche, zum Sport dazu. Das Verspringen des Balles erschafft eine völlig neue Situation, über die wir uns in allen Sportarten als Zuschauer ärgern, aber sie bietet auch die Spannung darauf, dass daraus etwas Unvorhergesehenes entsteht und das ist doch genau das, was wir in unseren Sportarten sehen wollen: Situationswechsel, unvorhergesehene Ereignisse, Diskussionen über den Rasen,… all das macht die Spannung und den Spaß unserer Sportarten aus.

Wir möchten in einem Dorf, wie Holm, dass unsere Sportlerinnen und Sportler in der Natur auf Naturrasen spielen und nicht auf Plastikfasern oder Hybridrasen, welcher zwar auch mittlerweile mit Naturmaterialien, wie Sand oder Kork aufgefüllt werden kann, aber dennoch immer zum Teil unnatürlich bleibt.

Daher von uns als Fazit: Ein klares NEIN zu Kunstrasen in Holm!

Für die Abteilung Baseball und Softball

André Schriever Anette Wille

(Abteilungsleiter) (Stv. Abteilungsleiterin)

Update Baustelle 2019

Update Baustelle 2019

Nach einem etwas zermürbenden Jahr 2018 hier das Update des Baustellentagebuchs

 

Im Februar 2018 war alles vorbereitet und die Gemeinde hatte die Bäume gefällt. Es fehlte nur noch die Baugenehmigung, die ja bereits eingereicht war. Wir beantragten schon mal den vorzeitigen Baubeginn, der auch genehmigt wurde und bereiteten die Ausschreibung vor.

Aber dann kam es unerwartet ganz dicke…….Laut einer neuen Verwaltungsrichtlinie musste die Untere Naturschutzbehörde Stellung zum Bauantrag nehmen.

 

Im Mai 2018 hatten wir dann den Brief mit vier Auflagen auf dem Tisch:

  1. Es muss ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt werden.
  2. Es muss eine artenspezifische Funktionsanalyse erfolgen
  3. Es muss ein Flora- und Faunahabitat erstellt werden
  4. Die Ausgleichsfläche muss benannt werden

 

Also legten wir los:

Mit Hilfe von Uwe Denker wurde eine Firma für die Erstellung des landschaftspflegerischen Begleitplans gefunden.

Uwe fand einen von der Behörde als Sachverständigen anerkannten Biologen für die artenspezifische Funktionsanalyse und des Flora- und Faunahabitats, der auch noch einen Termin frei hatte. Es wurde begutachtet, gehorcht und beobachtet – und im Juli war alles komplett. Alles wurde in den Begleitplan eingepflegt. Für ca. 3500qm Sportplatzerweiterung ist der Aktenordner voll geworden.

Zeitgleich lief die erste Ausschreibung. Aber was noch fehlte war die Ausgleichsfläche, die uns die Gemeinde zur Verfügung stellen wollte. Hier nochmals der Dank für die Großzügigkeit der Gemeinde!

Die  eingereichte Ausgleichsfläche wurde von der UNB nicht anerkannt, weil sie angeblich bereits für ein anderes Projekt vergeben worden war. Die Gemeinde war da anderer Meinung, aber man konnte es nicht nachprüfen, weil das Archiv des Amtes wegen Asbestverseuchung geschlossen war! Das war der Punkt, wo ich nur noch dachte: Feuerwehr, Atemschutzmaske – ich gehe da rein! Nützte aber alles nichts. Es musste eine andere Ausgleichsfläche gefunden werden. Mittlerweile war es September geworden und auch die zweite von der Gemeinde angebotene Ausgleichsfläche fand keine Gnade vor der UNB. Was nun? Soll die Gemeinde eine Berechtigung für eine neue Ausgleichsfläche käuflich erwerben? Und wie soll das finanziert werden? ……..Und die Zeit lief……

Wir machten vorsorglich einen neuen Nutzungsvertrag mit dem EMTV für die Saison 2019 und mussten ein Pfingstturnier nur auf zwei Plätzen mit deutlich weniger Teams für 2019 planen und beantragten die Aufhebung der ersten Ausschreibung.

Und dann kam der Dezember 2018 mit einem Adventswunder daher. Wie genau die Gemeinde und die UNB eine Ausgleichsfläche dann doch gefunden haben, wissen wir nicht genau, aber endlich hatten wir sie und die Gemeindeversammlung stimmte am 11.12.2018 der Nutzung zu.

 

Aber dann: Nun mussten sich die Forstbehörde und die UNB über die Bepflanzung der Ausgleichsfläche einig werden. Und es zog sich…..wir konnten nur zugucken, beschleunigen konnten wir nichts.

Die Stimmen in Verein und in Holm wurden immer lauter und wilde Theorien machten in Holm die Runde warum nichts weiter geht. Vorwürfe wie  „ man hat keine Ahnung“, „man ruiniere den Verein“, „der TSV ist pleite“ wurden an den Stammtischen „diskutiert“ und uns vorgeworfen. Detaillierte Informationen waren nicht gefragt und langsam lagen meine Nerven blank.

Aber Anfang April 2019 die erlösende Nachricht: die Art der Bepflanzung war geklärt und die UNB verfasste einen Abschlussbericht für die Baubehörde. Nach vielen Telefonaten fuhr ich am 25.4.2019 zur Baubehörde und holte die Baugenehmigung ab.

Im Mai 2019 lief die vorgeschriebene Abfrage bei den Firmen und die erneute Ausschreibung war bereits zum Verschicken bereit. Nun kommt das Amt für Zuwendungsbau mit einer neuen Vergabeordnung für SH um die Ecke. Die Ausschreibungsunterlagen müssen geändert werden und das gefährdet natürlich den erstellten Bauzeitenrahmenplan. Weiterhin wird im Hintergrund am Finanzierungsplan gearbeitet, damit endlich im Sommer die Bagger rollen können.

 

Fortsetzung folgt…..

 

Es tut sich was in Holm

Es tut sich was in Holm

Manchmal muss man die Perspektive ändern, um einen besseren Blick auf die Dinge zu erhalten.

Als wir vor 4 Wochen mit den Baumaßnahmen begannen, war einem das Ausmaß nicht so recht bewusst.

Nun ist der alte Platz fast komplett weg! Die Bäume mussten der neuen Spielfläche weichen. Dugouts, Wege, Zäune, Container, Unterstände, Flutlicht …alles weg.

Wir freuen uns darauf endlich wieder aufzubauen und nicht nur abzureißen!

Anettes Tagebuch: Dezember bis Februar

Anettes Tagebuch: Dezember bis Februar

21.12. 2017

Kurz vor Weihnachten war es endlich soweit: Auf Grund der Daten durch die genaue Vermessung des Geländes und der Probebohrungen hat GEO3 eine genaue Kostenberechnung erstellt, mit einem erschreckenden Ergebnis. Die Kosten waren viel, viel zu hoch. Da haben einigen Weihnachten ziemlich schlecht geschlafen, aber wir haben uns dann am 29.12.2017 in größerer Runde mit Herrn Hiller von GEO3 getroffen und sind in einer mehrstündigen Sitzung jeden Posten durchgegangen und haben versucht die Kosten zu mindern. Viel Eigenleistungen wurden geplant. So muss der komplette Rückbau in Eigenleistung erbracht werden.

Und dann ging es Schlag auf Schlag……viele Dinge mussten geklärt und organisiert werden. Auf einer Versammlung der Westend 69´ers wurden die Aufgaben verteilt und die Ressourcen ermittelt. Schlepper, Hänger, Bagger, Presslufthämmer  bis hin zur Schubkarre wurden benötigt.

Die Zeit drängte, weil die Gemeinde nur bis Ende Februar Zeit hat die Bäume zu fällen und man ziemlich viele Dinge zu bewältigen hatte. Wie kriegt man die Baumstubben aus dem Boden und wohin damit, wo soll der abzutragende Boden hin, wie entsorgt man die Betonfundamente der Zaunpfähle, der Dugouts, der Tribüne und der Fußballtorhülsen? Wohin mit altem Holz, Dachpappen, Stahl vom Abbau des Backstops und Berge von altem Maschendraht? Alleine die Entsorgen dieser ganzen alten Materialien würde Unsummen kosten. Wiedermal hat die Gemeinde dankenswerter Weise ausgeholfen und Uwe Denker hat für uns angefangen, das alles mit zu organisieren. Die Gemeinde nimmt uns den Boden zum Teil ab und gibt Gelände zur Lagerung der Stubben frei. Viel, viel Hilfe wurde uns aus den Reihen des TSV und der Gemeinde Holm angeboten.

27.01.2018

Am 27.1.2018 war es dann soweit. Zum ersten Arbeitseinsatz auf dem Platz fanden sich 42 Helfer ein, die kräftig anpackten.

07.02.2018

Am 7.2. begann dann die Forstbetriebsgemeinschaft mit dem Fällen der Bäume und am darauffolgenden Samstag waren die Baseballer wieder bei der Arbeit.

Betonfundamente der Zaunpfähle, Zäune, Dugouts, Scorerunterstand – alles schon weg!

Im Hintergrund findet zeitgleich die Arbeit an der Planung, der Finanzierung und den Anträgen weiter statt und wir hoffen, dass wir die Zusage des Kreises Pinneberg/Zuwendungsbau über die Zuschüsse diese Woche noch erhalten. Auch der Bauantrag ist fertiggestellt, unterschrieben und wird eingereicht.

Im Moment werden von Axel Kleinwort die Baumkronen geschreddert und der Bagger der Firma Ehlert und Söhne zieht für uns die Baumstubben raus.

Vielen, vielen Dank an Christian Strauch, Axel Kleinwort, Uwe Denker und an die Gemeinde für diese tatkräftige Unterstützung!